Erstmalige Tiefsee-Tauchexpedition zum Schlachtschiff Bismarck

Am 8.6.1989 hat Robert Ballard, der Entdecker des Titanic Wracks, nach langer Suche im Ostatlantik das am 27.5.1941 gesunkene, 251m lange und 36 m breite Schlachtschiff Bismarck wieder gefunden. Dies gelang ihm, mit Hilfe des unbemannten Kameraschlitten ARGO. Im Juni 2001 wurde in einer spektakulären Expedition versucht , Touristen mit Hilfe der Tiefseetauchboote MIR 1+2 zum Wrack bringen. Wie schon bei der 1998 durchgeführten Titanic-Expedition, wurden jeweils 2 Personen pro U-Boot mit ihrem Piloten zur Bismarck tauchen. Die Gesamtdauer hat etwa 12-13 Stunden betragen. Nie zuvor hatten Menschen das Wrack besucht. Ein außergewöhnliches Abenteuer.
Das Wrack der Bismarck liegt im Ostatlantik, in 4750 m Tiefe, aufrecht und bis auf die fehlenden vier Geschütztürme scheinbar wenig beschädigt, etwa 470 Seemeilen nordöstlich des französischen Atlantikhafens Brest. Zwei Tage benötigt das Forschungsschiff Akademik Keldysh zum Ort des Unterganges. Etwa 7 Tage ist es dort geblieben. Geplant waren 5 Tauchgänge pro U-Boot. Ausgangs- und Endpunkt der Expedition ist die irische Hafenstadt Cork.

Nach der Ankunft über dem Wrack werden an Hand der Koordinaten die Navigationsbojen positioniert. Danach erfolgen die Tauchgänge. Geplant ist das Ablegen einer Gedenktafel und ein Gedenkgottesdienst an Bord der Keldysh . zu Ehren der gefallenen Seeleute. Es wird weder das Wrack durch Berührung untersucht noch werden Gegenstände von der Bismarck oder aus ihrer Umgebung mitgenommen. Es handelt sich um ein Seemannsgrab, daß mit entsprechendem Respekt und Pietät besucht wird. Während der Fahrt in fast 5000 m laufen parallel wissenschaftliche Untersuchungen der Tiefsee.

Einige der bekanntesten Wissenschaftler und Tiefseexperten begleiten die Expedition und halten täglich Vorträge an Bord.


Das Schlachtschiff Bismarck

2221 Mann Besatzung waren an Bord des Schlachtschiffes Bismarck als es von einem kleinem Flugzeug an der Steueranlage manövrierunfähig geschossen wird. Damit war ihr Schicksal besiegelt. Welch eine Ironie. Ein Flugzeugtorpedo, daß das Ruder in einer Position von 12 Grad Backbord blockiert, setzt den Goliath der Meere matt. Das Schiff kann nur noch im Kreis fahren. So wird es eine leichte Beute für mehrere britische Zerstörer, die die Bismarck stellen und sie in einem Inferno von Geschützfeuern am 27. Mai 1941 im Atlantik, 470 Seemeilen nordwestlich des französischen Atlantikhafens Brest versenken. Dabei wird das schreckliche Ende nicht durch die Tatsache gemildert, daß während des aussichtslosen Kampfes von Kapitän Lütjens der Befehl zur Selbstversenkung gegeben wird.

Die Vorgeschichte ähnelt dem der Titanic. Die Bismarck war am 1 9.5.1 941 aus Gotenhafen (Gdynia/ Polen) ausgelaufen, um erstmals am Seekrieg gegen England teilzunehmen. Es war ihre Jungfernfahrt, wie die der Titanic. Beide scheitern nach wenigen Tagen. Beide Symbole für den Größenwahn des menschlichen Geistes. Denn schon 8 Tage später lag Deutschlands mächtigstes Schlachtschiff auf dem kalten Meeresgrund. Mit ihr starben mehr als 2000 junge Männer, deren Träume und Hoffnungen auf ein erfülltes Leben plötzlich in der Tiefsee ein jähes Ende fanden. Noch 2 Tage zuvor, am 25.5.1941 hatten eben diese Männer das englische Kriegsschiff Hood, der Stolz der britischen Marine, bei Island versenkt. Welches überhebliche Gefühl müssen diese Soldaten gehabt haben, die kurze Zeit später selbst dem unausweichlichen Tod ins Antlitz sahen. Von der über 1400 Mann starken Besatzung der Hood überlebten nur drei, bei der Bismarck waren es immerhin 1 15 Mann. Der Krieg als kollektiver Wahnsinn. Hollywood hätte kein besseres Drehbuch schreiben können. Mit dieser Seeschlacht wurde ein Wendepunkt des II. Weltkrieges eingeleitet, ein Symbol der Unbesiegbarkeit wurde zerstört. Der Rest ist Geschichte und hinlänglich bekannt.

Wieder war es Robert Ballard, welcher schon die Titanic gefunden hatte, der sich mit Fleiß und Glück auf die Suche der Bismarck begab. Am 8.7.1989 entdeckte sein unbemannter Kameraschlitten ARGO das fast vollständig erhalten Wrack, aufrecht stehend in 4750 m Tiefe. Nur die 4 riesigen Geschütztürme fehlen.

Wie hatte alles begonnen? Am 16.11.1935 erhielt die Hamburger Schiffswerft Blohm & Voß den Auftrag, für den Bau eines großen Schlachtschiffes. Dabei war es dem Deutschen Reich nach dem Versailler Vertrag von 1919 verboten, Schiffe mit mehr als 10.000 t Wasserverdrängung zu bauen. Doch Hitler setze sich darüber hinweg. Im Laufe der Jahre und unter dem Eindruck des am 18.6.1935 mit Großbritannien unterzeichneten Flottenabkommens wurden die Baubegrenzungen aufgeweicht und überschritten. Das galt auch für das Geschützkaliber, das anfänglich bei 28 cm lag, dann aber auf 38 cm erhöht wurde. Auch die Wanddicke und die Geschwindigkeit unterlagen den Auflagen. Alles Faktoren, die Größe und Stärke eines Schiffes entscheiden beeinflussen. So kam es, daß Hitler den Befehl zum Bau zweier großer Schlachtschiffe gab. Verwendet wurde Krupp-Stahl mit dem bezeichneten Namen "Wodan-hart". Unschlagbarkeit, Unsinkbarkeit war seine Botschaft.

Die Kiellegung des Schlachtschiffes der "F" Klasse erfolgte am 1.7.1936 auf dem Helgen 9 von Blohm & Voß. Der Stapellauf erfolgte nach einiger Verzögerung am 14.2.1939 unter Anwesenheit Hitlers. Er hielt auch die Taufrede. Taufpatin war die Enkelin Bismarcks, Dorothea von Löwenfeld. Parallel dazu wurde das Schlachtschiff der "G" Klasse gebaut, welches am 1.4.1939 auf der Kriegsmarinewerft Wilhelmshafen vom Stapel lief, und den Namen Tirpitz bekam. Dieses Schiff, etwas größer als die Bismarck hatte ein unrühmliches Schicksal. Sie lag in norwegischen Gewässer fest und wurde dort systematisch von britischen Bombern beschossen, bis es am 12.11.1944 vor der Insel Haaköy bei Tromsö durch eine Explosion kenterte 1204 der 2100 Mann starken Besatzung starben. Inzwischen ist das Wrack abgetragen und nichts erinnert dort mehr an das größte Schlachtschiff Deutschlands.

Nach dem die Bismarck am 24.8.1940 auf der Niederelbe in Dienst gestellt wird, erfolgten viele Tests und Trainingseinsätze. Am 5.5.1941 besuchte Hitler noch einmal das Schiff in Gotenhafen (Gdynia-Polen) zusammen mit der Tirpitz. Kurz danach, am 18.5.1941 läuft die Bismarck unter der Operation "Rheinübung" in den Atlantik aus, um am Seekrieg gegen England teilzunehmen. Es sollte eine kurze Jungfernfahrt werden. Am 25.5.1941 versenkt sie zuerst das britische Schlachtschiff Hood und zwei Tage später am 27. Mai 1941 um 10:39 versinkt sie auf 48°10 Nord und 16°12 West in das selbe kalte Tiefseegrab des Atlantiks.

Einige technische Daten der Bismarck

Länge: 251 m

Breite: 36 m

Seitenhöhe 15 m

Tiefgang: 10 m

Maximalverdrängung: 50.950 t (Tirpitz- 53.500 t)

Maximalgeschwindigkeit: 30,8 Knt.

12 Hochdruckkessel 3 Turbinen

8 Geschütze vom Kaliber 38 cm

4 Geschütztürme ( Anton, Bruno, Cäsar, Dora )

Gewicht der Panzersprenggranaten - 800 kg Reichweite: 36 km

40% des Gesamtgewichtes des Schiffes machte die Panzerung aus. Die Wanddicke am Kommandoturm: 35 cm Außenhaut: 6 cm Deck: 8-10 cm

4 Bordflugzeuge, 3 Hangar, 1 Katapultanlage für Flugzeuge


Letzte Expedition: September 2012 ( genaue daten ab ca. März 2012 verfügbar)

COST FOR SUBMERSIBLE DIVERS: Price including one dive on the Bismarck and all other items indicated in the brochure is $45,000 USD per person.

COST FOR NON-DIVERS: Price for a non-diver participant will be $7,500 USD with share cabin occupancy on the vessel.

WHAT'S INCLUDED:
Seat on MIR submersible for a scientific expedition dive to the wreck of the Bismarck (for those paying the full dive price); accommodations and meals throughout the voyage aboard the expedition ship; services and port charges in relevant ports; activities within the programme: lectures, briefings, †slide/film shows, personal video, amenities; transfer to airport from vessel.
NOT INCLUDED:
Air transportation to/from port locations; transfer to airport; passport and visa expenses; airport arrival and departure taxes; meals ashore; any hotel nights; baggage, cancellation and personal insurance (all of which are strongly recommended); excess baggage charges and all items of a personal nature such as laundry, bar and beverage charges and telecommunication charges; and the customary gratuity at the end of the voyage for stewards and other service personnel aboard (guidelines will be provided).